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New York mon amour

Reisetagebuch

Im Januar 1947 reist Simone de Beauvoir zum ersten Mal nach Amerika. Begeistert hat die prominente Vertreterin des Existentialismus die Einladung zu einer viermonatigen Vortragsreise angenommen. Die amerikanische Kultur ist für sie, wie für viele Pariser ihrer Epoche, ein Mythos. Sie brennt darauf, das Land endlich mit eigenen Augen zu entdecken. Insbesondere New York hat es ihr angetan. Auf mehrstündigen „Gewaltmärschen” erkundet sie die Stadt teils allein, teils mit amerikanischen Freunden. Sie streift durch Manhattan und Brooklyn, besucht China Town und - trotz aller Warnungen - Harlem. Sie staunt über den Lärm und das Chaos und freut sich an den ungewöhnlichen Geräuschen und Gerüchen. Ihrem scharfsichtigen Blick entgeht nichts. Ihre ambivalenten Eindrücke verarbeitet Simone de Beauvoir in ihrem Reisetagebuch. Die unverwechselbare Beauvoir'sche Mischung aus kritischem Bericht, nachdenklichem Monolog und analytischer Untersuchung kann als ein Zeugnis ihrer Befindlichkeit gelesen werden und ist zugleich ein wichtiges Zeitdokument.

Artikelnummer: 978-3-86915-032-1
Preis: 9,99 € [D]
Ausstattung:
Einband: Halbleinen
Erscheinungstermin: 15. März 2011
Format: 12,5 x 20,5 cm
Lieferbar: zur Zeit leider nicht
Seiten: 200 S.

Simone de Beauvoir, geb. 1908 in Paris, studierte Philosophie an der Universität Sorbonne. Nach der Veröffentlichung ihres ersten Romans Sie kam und blieb (1943) gab sie den Beruf der Lehrerin...

Susanne Nadolny veröffentlichte in der edition ebersbach Bücher über Simone de Beauvoir (2007, 2011), Claire Goll (2002) und Elsa Triolet (2000) und war Herausgeberin bzw. Co-Autorin der Sammelbände...

„Die Publizistin Susanne Nadolny hat aus Beauvoirs Reisetagebuch Amerika – Tag und Nacht jene Passagen herausgefiltert, die der Besichtigung New Yorks gewidmet sind. In Kombination mit den Fotos von Andreas Feininger ist ihr ein bibliophiler Band gelungen, der 25 Jahre nach dem Tod der französischen Existentialistin die amerikanische Kultur der Nachkriegsjahre noch einmal aufleben lässt.“
Christiane Schott, Die Zeit

„Das New York, von dem Simone de Beauvoir in ihrem Reisetagebuch erzählt, gibt es heute nicht mehr. Doch allein das lohnt der Lektüre: die Erinnerung an ein Manhattan, bevor es sich zum Schaufenster seiner selbst trivialisiert hat. – Der Auszug aus den Reisetagebüchern erinnert daran, was einst den Ruhm Frankreichs als Republik des Geistes begründete – und was uns heute fehlt. Eine Wiederentdeckung.“
Walter van Rossum, DeutschlandRadio

„Schon nach den ersten Seiten sind wir Simone de Beauvoir unendlich dankbar, dass sie dies alles aufgeschrieben hat. Als Leser folgt man ihren Beschreibungen beinahe atemlos, schaut mit ihr begierig um die nächste Ecke, betritt einen Shop oder Frisiersalon, hört Jazz und ordert Martini. Wie herrlich es ist, eine Stadt zu entdecken. Wie New York damals aussah, zeigen eindrucksvoll im Buch verteilte Fotos von Andreas Feininger.
Hella Kaiser, Tagesspiegel

New York, mon amour ist die leidenschaftliche Begegnung einer Europäerin mit einer Stadt, die sie als ‚funkelnden Kontinent‘ erlebt. Begleitet wird diese hautnahe Sightseeing-Tour von zeitgenössischen Schwarz-Weiß-Bildern des bedeutenden Fotografen Andreas Feininger.“
Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung

„Ein spannendes Zeitdokument!“
Weiberdiwan