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Mir kann doch nichts geschehen ...

Das Leben der »Nesthäkchen«-Autorin Else Ury

Marianne Brentzel beleuchtet das Schicksal der »Nesthäkchen«-Autorin Else Ury, die von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordet wurde, im Spannungsfeld zwischen jüdischer Tradition und deutscher Kultur. Sie gewährt kenntnisreiche Einblicke in die Lebenswelten des jüdischen Bürgertums und entfaltet anschaulich das Panorama einer ganzen Epoche – von der Kaiserzeit bis zum »Dritten Reich«.

Artikelnummer: 978-3-86915-102-1
Preis: 16,80 € [D]
Ausstattung: Fadenheftung
Einband: Halbleinen
Erscheinungstermin: 15. März 2015
Format: 12 x 19
Lieferbar: sofort
Seiten: 160 S.
Reihe: blue notes 55

Marianne Brentzel, geb. 1943, wuchs in Bielefeld auf. Sie studierte Politische Wissenschaft am Otto-Suhr-Institut in Berlin, machte ihr Diplom und erwarb im anschließenden Pädagogikstudium das erste...

Marianne Brentzel berichtet historisch sehr faktenreich über dieses Schriftstellerleben, in dem sich alles spiegelt, was die Jahre zwischen Kaiserzeit, Weimarer Republik und beginnendem Nationalsozialismus so außergewöhnlich machte. Wo immer sich Kinder- und Jugendbücher auch nur zu einer kleinen Bibliothek zusammengefunden haben, dürfte diese Biografie nicht fehlen.

Sybil Gräfin Schönfeldt, Süddeutsche Zeitung

 

Ein erschütternder Bericht vom Schicksal einer Jüdin, die sich als gute Deutsche mosaischen Glaubens verstand, viele deutsche Mädchen mit ihren Geschichten vor 1933 und nach 1945 begeistert hat, aber als Jüdin ermordet wurde.

Miriam Magall, Jüdische Rundschau

 

Else Urys Leben und Sterben ist ein exemplarisches deutsches Frauenschicksal in diesem Jahrhundert. Sie glaubte den Versprechungen der deutschen Kultur und des deutschen Humnaismus und geriet in seine schrecklichste Falle: den vernichtenden Antisemitismus.

Der Spiegel

Der große Erfolg von »Nesthäkchen kommt ins KZ«, vor rund 15 Jahren, brachte für die Historikerin Marianne Brentzel den Stein erst ins Rollen. Immer wieder traf sie während ihrer vielen Lesungen und Vorträge über das Leben der Else Ury auch auf  Zeitzeugen. Kleine Details und zufällige Informationen, nebst Erzählungen der Mitdeportierten Else Urys, verdichteten sich schließlich zu einem ganz neuen Bild der beliebtesten Autorin für Mädchen- und Frauenliteratur Deutschlands. Sichtbar wird eine Seite Else Urys, über die man bislang nur wenig wusste: ihre jüdische Herkunft.

Michael Gerwarth, Deutschlandradio Kultur

Jede Frau, die mit Nesthäkchen aufwuchs, sollte wissen, wer Else Ury war. Und es ihren Töchtern weitersagen.

Gabriele von Arnim, Die Zeit

In ihrem Buch vermittelt die Autorin Einblicke in das jüdische Bürgertum und entfaltet anschaulich das Panorama einer ganzen Epoche.

Joachim von Brocke, WAZ

Mehr als eine sachliche Biographie ist das Buch eine literaturgeschichtlich, warmherzig geschriebene Annäherung.

Ruhr Nachrichten

So gelingt Marianne Brentzel anhand ihrer zweiten Ury-Biografie nicht nur ein höchst aufschlussreiches Porträt einer innerlich zerrissenen Persönlichkeit, sondern auch ein bestechendes Panorama vom tragischen Untergang einer deutsch-jüdischen Illusion.

Jüdische Zeitung

Eine sehr gelungene Biographie über Else Ury. In dieser neuen Veröffentlichung stellt Brentzel Else Ury in den Kontext des assimiliert lebenden Berliner Judentums. Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zum Erkennen nicht wahrgenommener jüdischer Spuren in der deutschen Geschichte und damit sehr empfehlenswert.

Yvonne de Andrés, Aviva