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Mädchen IV mit Leguan

Roman

Was ist passiert? Ärzte wie Eltern sind ratlos. Die zehnjährige Patientin, die in einen Steinbruch gestürzt war und mit schweren Verletzungen im Krankenhaus liegt, hat mit der Sprache auch ihr Erinnerungsvermögen verloren. Sämtliche Versuche, das apathisch wirkende Kind aufzuheitern und mit spielerisch-therapeutischen Übungen zum Sprechen zu bewegen, verlaufen ohne Erfolg. Körperlich so weit genesen, dass ein Schulbesuch wieder möglich ist, bleibt sie zunächst stumm und voller Misstrauen gegenüber den Menschen ihrer Umgebung, die ihr mit künstlicher Fröhlichkeit begegnen. Mühsam trägt die Heranwachsende die Puzzlestücke ihrer Erinnerung zusammen. Doch wer hilft ihr dabei? Der Edelsteinschleifer, der das schwer verletzte Mädchen gefunden hatte? Ihre übereifrige, kunstbeflissene Mutter, der reisefreudige Vater? Kinderpsychologen? Oder aber der Maler, der sie einst als Mädchen IV malte, ohne dass sie sich an eine der Sitzungen erinnern könnte? Die Suche nach der Wahrheit wird zur Suche nach der eigenen Identität.

Artikelnummer: 978-3-86915-049-9
Preis: 19,80 € [D]
Ausstattung: Fadenheftung; mit Schutzumschlag
Einband: Gebunden
Erscheinungstermin: 23. April 2012
Format: 13 x 21
Lieferbar: zur Zeit leider nicht
Seiten: 240 S.

Geboren in Basel, studierte sie Ethnologie und Islamwissenschaft. Nach langjährigen Aufenthalten in Nepal, Pakistan und Thailand lebt sie seit 1999 in Rom, in der Schweiz und in England. Sie schreibt...

„Den Text als psychologische Abspaltungs- oder Traumabewältigungsgeschichte zu beschreiben, würde diesem poetischen, ergreifenden Titel nicht gerecht, den Lebenswissen und Gefühlserfahrungen tragen, dessen subtile Spannung, Beschreibungsdichte und Sprachfeinheit verzaubern. Alexandra Lavizzari ist kein Geheimtipp mehr, ihr neuer, leiser Roman dürfte überall Leser finden.“
Heidrun Küster, EKZ

„Was Alexandra Lavizzari vorlegt, ist nicht einfach ein verkappter Psychothriller, obwohl eine ganze Reihe Elemente des Genres bedient sind. Es ist eine Erzählung, die ganz harmlos anfängt und sich allmählich zu etwas völlig Unerwartetem steigert, zu etwas Ungeheuerlichem, das die tiefsten Abgründe des Seelischen und Psychologischen streift und bei dem man am Ende nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht. Man mag es drehen und wenden, wie man will, aber mit diesem Buch hat die Autorin, die bislang mit biografischen Etüden und Familiengeschichten von sich reden machte, zu einem Schreiben gefunden, das in seiner kompositorischen Virtuosität, seiner psychologischen Raffinesse und seiner nicht zu ergründenden Rätselhaftigkeit seinesgleichen sucht.“      
Charles Linsmayer, Der Bund

„Ein Roman, der durch großes psychologisches Einfühlungsvermögen eines Mädchens besticht und in einer poetischen klaren Sprache verfasst ist. – Man kann nicht mehr aufhören zu lesen, denn die innere Dramatik und Intensität des Textes wirkt wie ein Sog.“
Barbara Traber, Dialog

„Alexandra Lavizzari hat einen vielschichtigen und in mehrfacher Hinsicht kunstvollen sowie in seiner eigenwilligen psychologischen Auslegung auch einen ungewöhnlichen Roman geschrieben.“
Thomas Plaul, Lesart