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Im Garten meiner Mutter

Chronik eines Abschieds

Mit Gedichten von Denise Morgenthaler

Es ist ein »rasanter Tod«, den die Mutter stirbt, »so schnell und so sauber«, sagt die Tochter, »du bist eingeschlafen in deinem Bett ... du hast einfach vergessen, wieder aufzuwachen.« Es war ein Tod, wie die Mutter ihn sich gewünscht hatte, ohne Leidenszeit und Todeskampf, ohne Erniedrigung und Verfall. Doch für die Tochter ist der unerwartete Verlust ein umso größerer Schock, den sie im inneren Dialog mit der Mutter zu überwinden sucht.
Nur wenige Tage vor ihrem Tod hatte sie der Mutter, die in einem Dorf im Elsass lebte, noch bei der Ernte geholfen. Nun findet sie Trost darin, die Arbeit ihrer Mutter fortzusetzen. Sie lebt in ihrem Haus, bestellt ihren geliebten Garten, schlüpft ihn ihre Strickjacken, atmet ihren Geruch, lässt Erinnerungen zu, Empfi ndungen – darunter auch Verzweifl ung und Schmerz. Mit den wechselnden, aber wiederkehrenden Jahreszeiten ändert sich schließlich ihre Einstellung zum Tod und zum Leben.

Die Autorin gibt einen tiefen Einblick in ihre ganz persönliche Trauer. Ihre bewegenden poetischen Notizen gegen das Vergessen, die ihre Mutter und deren ländliche Welt wieder aufl eben lassen, werden all denjenigen helfen, die einen schmerzhaften Verlust erleben oder erlebt haben.

Artikelnummer: 978-3-86915-077-2
Preis: 16,00 € [D]
Ausstattung: mit Schutzumschlag
Einband: Gebunden
Erscheinungstermin: 19. August 2013
Format: 21 x 13
Lieferbar: sofort
Seiten: 128 S.

Simone Morgenthaler, geboren 1952 in Saverne (Zabern) im Elsass, ist Journalistin und Autorin zahlreicher Erzählbände und Kochbücher. Von 1995 bis 2008 moderierte sie in elsässischer Sprache die...

"Ein liebevoller Bericht über den Abschied einer Tochter von ihrer Mutter – der Schock über einen allzu raschen, unerwarteten Tod kann von ihr nur in Form eines Dialogs, aufgeschrieben und notiert in kurzen Kapiteln, bewältigt werden.

Das ist eine ganz besonders schöne Art, sich mit einer so schmerzlichen Situation zu befassen und macht das Buch zu einem richtigen Schatz."

Christine Deubler – vhs Krumbach – www.literaturherbst-krumbach.de

"Aus einzelnen Erinnerungen setzt sich das Bild der gestorbenen Mutter zusammen. ...Diese Auseinandersetzung mit dem Unabänderlichen berührt; es bezieht auch die Kindheit mit ein, die man unwiderruflich verlassen muss, um einmal, mutterlos, an die gleiche Grenze zu stoßen. Der innere Dialog mit der Mutter kann die Untröstlichen ein wenig trösten."

BuchMarkt

"...Die Jahreszeiten markieren den Lauf des Sich-Bewusstwerdens: Die Mutter ist tot. Ihr geliebter Garten ist erst so fremd. Es fehlt der Tochter noch die Kraft, darin Neues zu entdecken. Die Natur - ein Parabolspiegel - schlägt ihr die eigene Verletzlichkeit entgegen. Doch dann entdeckt sie die kräftigen Tomaten, die gegen den strahlenden Herbst anstrahlen. Auf einmal spürt sie die Kraft des Lebens, die Mutter, sie ist wieder da und zwar in ihr."

Christin Odoj, neues deutschland

"...Mit den wechselnden, aber wiederkehrenden Jahreszeiten ändert sich schließlich ihre Einstellung zum Tod und zum Leben. Ein ergreifendes Buch!"

Maria Mail-Brandt, www.garten-literatur.de

„Eine besondere Bedeutung kommt dem Garten im Rückblick zu. Am Ende ändert sich mit den Jahreszeiten auch die Einstellung zu Leben und Tod."

BücherMagazin