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Eine Frau von vierzig Jahren

Roman

Eine ältere Frau, die sich in einen deutlich jüngeren Mann verliebt, muss heute keinen Skandal mehr fürchten, wohl aber auf Misstrauen und Vorurteile gefasst sein. Wie groß muss eine Liebe sein, um Grenzen zu überwinden, die sich aus Unterschieden in Alter und Herkunft ergeben? Als die vierzigjährige Vita Sackville-West 1932 ihren Roman Eine Frau von vierzig Jahren veröffentlicht, ist die Aufregung in der Londoner Gesellschaft groß. Anklage? Beichte? Selbstdarstellung? Auf jeden Fall empörend offen, unkonventionell, wenn nicht gar skandalös. Erzählt wird die Geschichte der aus großbürgerlichen Kreisen stammenden Witwe Evelyn Jarrold, die mit vierzig Jahren die Liebe ihres Lebens erfährt. Die Begegnung der reifen Frau mit dem fünfzehn Jahre jüngeren Miles reißt Evelyn aus den Konventionen ihres eleganten, aber inhaltsleeren Lebens. Sie ist zu vollkommener Hingabe bereit. Miles dagegen denkt gar nicht daran, sein ausgefülltes Leben als Gutsbesitzer, Politiker und Buchautor ihr zuliebe zu ändern, auch wenn er sie zweifellos anhimmelt. Denn wie sagte schon Byron: „Im Leben eines Mannes ist die Liebe eine Nebensache".

Artikelnummer: 978-3-86915-047-5
Preis: 24,80 € [D]
Ausstattung: Fadenheftung, Lesebändchen
Einband: Halbleinen
Erscheinungstermin: 28. Februar 2012
Format: 12 x 19 cm
Lieferbar: sofort
Seiten: 416 S.

Übersetzung neu bearbeitet von Heddi Feilhauer.

Die englische Schriftstellerin und Gartengestalterin Vita Sackville-West (1892-1962) wuchs in der aristokratischen Gesellschaft von Kent auf. Das Erbe des Familienbesitzes war ihr als Mädchen verwehrt...

„Zum 120.Geburtstag der Autorin hat der Verlag ihre "Family History" neu übersetzt in einer schönen Ausgabe herausgebracht – ein erstklassiges Lesevergnügen und eine Reise in eine noch gar nicht so lange versunkene Zeit.“
Lore Kleinert, Radio Bremen, Literaturzeit

„Vita Sackville-West beschreibt große Gefühle fast ohne Kitsch und mit feinem psychologischem Einfühlungsvermögen. Eine Frau von vierzig Jahren liefert anhand einer sehr treffsicher geschilderten tragischen Liebesbeziehung ein Portrait Englands zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Achtzig Jahre nach der Erstveröffentlichung sind die allgemeinen zwischenmenschlichen Beobachtungen der Autorin noch immer voller Wahrheiten.
Annika Hüttmann, Aviva

„Vita Sackville-Wests elegante, kluge und pointierte Prosa ist den Modellen des englischen Gesellschaftsromans des 19. und frühen 20. Jahrhunderts verpflichtet. Dieses Register beherrscht die Autorin meisterhaft. Gerade darum lesen sich die Romane heute noch so frisch wie vor 80 Jahren. Eine Frau von vierzig Jahren ist glücklicherweise endlich wieder auf Deutsch erhältlich: Die Berliner edition ebersbach hat eine Übersetzung aus den 1950er Jahren überarbeiten lassen und zum Geburtstag der Autorin in einer sehr schönen Ausgabe veröffentlicht.“
Gertrud Lehnert, DeutschlandRadio Kultur

„In ihrem Roman Family History von 1932, der als Eine Frau von vierzig Jahren 1950 erstmals auf Deutsch erschien, zeichnet Vita Sackville-West das bewegende Porträt ihrer Generation. Jetzt ist das Meisterwerk in neuer Übersetzung zu entdecken.“
Nobert Lennartz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Jahrelang war der Roman Eine Frau von vierzig Jahren nicht auf Deutsch zu haben. Dabei zieht die Geschichte über eine Beziehung einer Dame zu einem viel jüngeren Mann noch heute in den Bann.“
Helmut Krausser, Bücher

„Eine Lektüre, die Intensität der Gefühle garantiert.“
Renate Wiggershaus, NZZ

„Es lohnt sich, diesen Roman zu lesen, sei er nun Gesellschaftskritik, Beichte, Anklage. Es lohnt sich, den daraus resultierenden Fragen nachzudenken. Die Lektüre ist bereichernd und ein großes Vergnügen.“
Buchhandlung zum Wetzstein