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Die wilden Jahre in Berlin

Eine Klatsch- und Kulturgeschichte der Frauen

Berlin ist arm, aber sexy. Das war schon in den Zwanzigerjahren so. Grund genug, sich an die turbulente Zeit zu erinnern, in denen Berlins vitale Energie auf allen Gebieten der Kunst und Kultur erstrahlte. Auch Frauen profitieren davon, und zwar vor und auf der Bühne Berlin. Mit Bubikopf und Zigarette stürzen sie sich – emanzipiert, unabhängig, frech und lebenslustig – in das aufregende Leben der Metropole. Das neue Lebens- und Körpergefühl drückt sich auch im Tanz aus. Wenn Anita Berber nackt und Valeska Gert in weitabstehenden Pluderhosen, das Gesicht grell geschminkt wie ein Clown, die Bühne betreten, gerät das Publikum außer Rand und Band. Berlins weibliche Topographie – das sind außerdem die Salons und Cafés, hier vor allem das Romanische Café ehemals gegenüber der Gedächtniskirche, in dem die Berliner Boheme und natürlich Else Lasker-Schüler verkehren; das sind auch die Lesbenclubs, in denen die Kabarettistin Claire Waldoff im sog. ›Etonboy-Anzug‹ auftritt. Frauen erobern die letzten Männerdomänen: sie fahren Auto, boxen, schreiben, malen und filmen. Diese jungen Wilden stammen aus den besten Familien: Erika Mann, Ruth Landshoff-York, Pamela Wedekind, Vicki Baum, Helen Hessel, Renée Sintenis; schließlich die beiden berühmtesten Berlinerinnen: Marlene Dietrich und Leni Riefenstahl. Die Leserinnen und Leser erwartet eine rasante Bilanz weiblicher Kunst und Kultur.

Artikelnummer: 978-3-86915-067-3
Preis: 16,80 € [D]
Ausstattung: Fadenheftung, zahlreiche Abbildungen
Einband: Halbleinen
Erscheinungstermin: 11. März 2013
Format: 12 x 19 cm
Lieferbar: sofort
Seiten: 144 S.
Reihe: blue notes 50

Die wilden Jahre in Berlin, erstmals 1999 erschienen, werden nun als 50. Jubiläumsband der Reihe blue notes wieder aufgelegt.

Das Buch »Die wilden Jahre in Berlin«, erstmals erschienen 1999, war für die promovierte Literaturwissenschaftlerin der Aufbruch als freie Autorin. Sie arbeitete u. a. für GEO und Merian und schrieb...

Eine rasante Bilanz weiblicher Kunst und Kultur im Berlin der 20er Jahre.
Brigitte

Ein köstlicher, kurzweiliger Abriss aus einer der spannendsten Zeiten der alten, neuen Hauptstadt.
Hamburger Abendblatt

Ein spannender, witziger Rückblick auf jene Zeit, in der Männer über die Moderne geschrieben und die Frauen die Moderne gelebt haben.
Marianne Mielke, InfoRadio

Vor allem ist es der weibliche Blick, der eine Besonderheit des Bandes ausmacht, das fröhliche Selbstbewusstsein, das zwischen den Zeilen steckt.
Neues Deutschland

Das Berlin der Zwanziger Jahre – das war eine unglaublich aufregende Zeit. Vor allem für die Frauen, die für diese Jahre der Stadt ihren Stempel aufdrückten.  Arm, aber voller Lebenslust waren die Jahre nach dem ersten Weltkrieg. Dieses eigenwillige Stück Kulturgeschichte wird von Birgit Haustedt spannend und aufregend geschildert. Toll!
Christine Deubler – vhs Krumbach – www.literaturherbst-krumbach.de

Ein unterhaltsames, kenntnisreiches und schön illustriertes Buch, dass die intellektuelle und künstlerische Aufbruchstimmung jener Zeit gut einfängt.
EKZ

Haustedts Ton trifft einen Nerv. Lässig und mit Chuzpe erzählt die promovierte Literaturwissenschaftlerin von mutigen Frauen, die Männerdomänen eroberten - und dabei auf Verehrung und Gegenwind stießen. Die 1999 erstmalig erschienene Publikation liefert einen informativen und äußerst unterhaltsamen Einblick ins Berlin der Goldenen Zwanziger und macht in der Neuauflage auch optisch Lust auf Schmökern.
Aviva