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Die beste aller Welten

Roman

Leider vergriffen!

Schauplatz des Romans ist eine kleine Stadt im östlichen Europa Anfang der 60er Jahre. Für die 11-jährige Ich-Erzählerin Jana gibt es zwei Welten: die Welt der Schule, die mit ihrem sozialistischen Heldenpathos eine große Anziehungskraft auf Jana ausübt, und die Welt des Elternhauses. Der Vater, ein Anwalt, wird als »bürgerliches Element« zum Brückenbau abkommandiert, die erfinderische und schöne Mutter verschwindet im Gefängnis, doch darüber spricht man nicht. Aus der bedrohlich wirkenden und politisch grauen Umgebung zaubert sich das phantasievolle Mädchen seine eigene Welt, die darin gipfelt: Das Schreckliche ist dazu da, das Schöne noch schöner zu machen. Trotz tragischer Umstände und eines melancholischen Untertons sind die hintergründigen Schilderungen eines absurd anmutenden Lebens von einer befreienden Leichtigkeit und Komik.

Artikelnummer: 978-3-938740-72-9
Preis: 18,00 € [D]
Ausstattung: Fadenheftung
Einband: Gebunden
Erscheinungstermin: 07. Juli 2008
Format: 13 x 21 cm
Lieferbar: zur Zeit leider nicht
Seiten: 168 S.

Die slowakisch-schweizerische Schriftstellerin Irena Brežná, geb. 1950 in Bratislava (in der damaligen Tschechoslowakei), emigrierte nach dem sowjetischen Einmarsch 1968 in die Schweiz und studierte...

„Irena Brežná schreibt sinnlich, bilderreich, mit mutigem Zugriff auf die Welt.“
Ilma Rakusa

„Irena Brežnás Kindheitsroman, der in die Aufbaujahre des tschecho-slowakischen Kommunismus hinab taucht, ist präzise und poetisch, warmherzig und unerbittlich – und dies alles zugleich.“
Karl Markus Gauß, Literatur+Kritik

„Wie reagieren Kinder auf die Allgegenwart der Ideologie in einem totalitären System? Seit Agota Kristofs Klassiker ›Das große Heft‹ hat keine Autorin aus Osteuropa das Thema mehr so eindringlich behandelt wie Irena Brežná in ihrem autobiografisch grundierten Roman.“
Hubert Spiegel, FAZ

„Irena Brežnás Roman ist ein lesens- und liebenswertes Buch, in dem es viel Schönes, Kluges und Menschliches zu entdecken gibt.”
Angela Repka, Neue Zürcher Zeitung

„Irena Brežná versteht es, eine naive Sichtweise ideologiekritisch zu nutzen, ohne dabei direkt anzugreifen. Das stellt sie in eine Reihe mit Imre Kertész und Herta Müller. Ich habe selten einen gedanklich so dichten Prosatext gelesen, der mit einer so einfachen und zugleich schönen Sprache daherkommt.“
Alexandra Millner, Falter

„Eine poetische Umdeutung voller skurriler und seltsamer Anekdoten aus der Aufbauepoche des osteuropäischen Sozialismus. Der Kindersinn nimmt die Dogmen und Phrasen wörtlich - und entlarvt so ihren Schwindel und ihre Paranoia. Ein ausgesprochen komischer und satirischer Vorgang. Ein Buch, durch das literarische Utopie weht.”
Ursula März, Deutschlandradio Kultur

„Ein schmaler Roman über die düsteren Zeiten ihrer Jugend in Bratislava. Die beste aller Welten ist die, die im Kopf entsteht, wenn man als Kind unter totalitären Verhältnissen leidet.
Hubert Winkels, Deutschlandradio

„Es ist ja immer schwierig mit Kinderperspektiven, aber im Fall von Irena Brežnás Roman funktioniert es gut, weil das Kind die verschiedenen Ideologien, die es aufschnappt, neu montiert. Sprachlich wirklich originell.“
Caroline Neubaur, SWR-Bestenliste

„Obwohl die Kinderperspektive oft eine malträtierte Kunstform des Erzählens ist – hier gelingt der Kinderblick. Weil er phantasievoll ist, klar und witzig, weil er in träumerischer Sicherheit jeden Schein und jede Maske durchdringt. Brežná lässt das Kind die Illusion der Ideologie und die dumme Brutatlität der Unterdrückung so wunderbar demontieren, dass man fast selber mit leuchtend wachen Kinderaugen in die Welt zu blicken beginnt.
Eine kleine kindlich kluge Utopie. Eine ebenso politische wie poetische Lektüre.“
Gabriele von Arnim, Literaturclub

“Das Buch schlägt einen gewitzten, leichten Ton an, der aus der Perspektive des Mädchens jegliche Tragik in sich aufsaugt. Ein liebenswerter Seismograph für ein politisches System, dessen reale Widersprüche Jana zielsicher erahnt und ausplaudert.”
Beat Mazenauer, Volltext

„Eine lebensvolle Parabel – ein bunter Bilderbogen, kräftig und sensibel gezeichnet, komisch und ernüchternd zugleich.“
Verena Stössinger, Basler Zeitung

„Eigentlich drängt hier ein grundtrauriger Stoff zur Gestaltung, aber wie Irena Brežná ihn anpackt, verschlägt einem bisweilen den Atem. Unter Tränen lachend, mit umwerfender Komik und berückender Leichtigkeit lässt sie die Welt einer hellwachen Elfjährigen erstehen.”
Beatrice Eichmann-Leutenegger, Der Bund

„Die Worte, die Irena Brežná damals so sorgsam in der einen Hälfte ihres Kopfes verstecken musste, hat sie für sich bewahrt, und so kann sie die sozialistische Diktatur anhand ihrer Sprache vorführen. Sie tut das mit Lust an den Absurditäten, die sich daraus ergeben.”
Eva Pfister, Wochenzeitung

„Brežná erzählt, als ob es keine Zeit gäbe…das spiegelt auch die Erstarrung der gesellschaftlichen Umbrüche, in die Jana hineinwächst. Und es schärft den satirischen Blick.“
Valentin Herzog, Riehener Zeitung