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Das Paradies der Damen

Roman

Vergriffen!

Immer weiter breitet sich das Paradies der Damen, eines der ersten großen Pariser Modehäuser, im Viertel aus. Immer größer wird die Batterie von Angestellten - zuletzt sind es über 3000 -, die dort von den frühen Morgenstunden bis spät in die Nacht beschäftigt sind, um mit prunkvollen Auslagen und verführerischen Angeboten die Damenwelt zu locken. Octave Mouret, Gründer und Besitzer dieses neuzeitlichen Konsumtempels, weiß, wie man Frauen erobert und verführt. Der Kaufrausch, in den er die Frauen versetzt, richtet die Einzelhändler, die weder mit dem Glanz noch mit den Preisen des ständig expandierenden Moloches mithalten können, langsam aber sicher zugrunde. Ganz im Gegensatz zu Denise Baudu, einer jungen Verkäuferin aus der Provinz, deren wechselhaftes Schicksal eng mit dem des Modehauses verwoben ist …
In groß angelegten und mit viel Liebe zum Detail ausgeführten Tableaus lässt Zola die prächtige Warenhauswelt des 19. Jahrhunderts mit all ihren Facetten wieder auferstehen: von der Architektur über das Sozialgefüge der Angestellten und den ausführlichen Mode- und Interieurbeschreibungen, von den Umkleideräumen und der Kantine über die einzelnen Verkaufsabteilungen bis hin zur Chefetage und einer Verkaufsausstellung von weißen Stoff- und Seidenarten, Tülls und Musselin.

Artikelnummer: 978-3-86915-031-4
Preis: 26,00 € [D]
Ausstattung: Fadenheftung; Lesebändchen
Einband: Halbleinen
Erscheinungstermin: 16. März 2011
Format: 12 x 19
Lieferbar: zur Zeit leider nicht
Seiten: 576 S.

Emile Zola (1840-1902) ist der Hauptvertreter des europäischen Naturalismus. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Nana und Germinal

„Mit kaum verhohlener wolllüstiger Erregung beschreibt Zola das Einkaufen im ´Paradies der Damen` als ein erotisches Erlebnis. Die Ware in den Schaufenstern atmet und bebt suggestiv. Die Kundinnen betreten das Warenhaus mit bleichem Gesicht, schimmernden Augen und trunkenem Zittern. Es ist wie eine eigens eingerichtete Folterkammer für Sünderinnen, ‚ein Winkel der Verdammnis, wo selbst die Stärksten erliegen‘. Die trockenen Lippen, das Glitzern in den Augen, die kleinen Schweißperlen auf Nacken und Stirn – sie sind Andeutungen der Leidenschaften, gestaltet nach dem Vorbild der sexuellen Erregung.“
Peter Gay, Kulturhistoriker

„Die Beschreibung der Strategien, die Octave Mouret in seinem Kaufhaus anwendet, um einen größtmöglichen Warenumsatz zu erzielen, liest sich wie eine kühne Vorwegnahme alles dessen, was inzwischen, seit Vance Packard die ‚heimlichen Verführer‘ ans Tageslicht holte, zum Einmaleins der modernen Konsumgesellschaft gehört.“
Frankfurter Rundschau

Das Paradies der Damen ist ein detailliertes, opulentes Buch, das auch die Leserin schwelgen lässt – in der Pracht und in den Gefühlen des letzten Jahrhunderts. Denn Gefühle sind zeitlos.“
BZ am Sonntag

„’Das Paradies der Damen’ ist ein Pariser Kaufhaus, dessen schillernde Warenwelt die Kundinnen in den Kaufrausch und die örtlichen Einzelhändler in die Pleite treibt. Ein erstaunlich zeitgemäßer, aktueller Klassiker.“
Journal für die Frau

„Zola ist der messerscharfe Chronist einer Epoche, die mit ihren Verdrängungsmechanismen auch der unseren sehr ähnelt.“
Urner Wochenblatt

„In Zolas Roman ‚Das Paradies der Damen’ werden Marketing-Methoden und psychologische Tricks transparent, die zum großen Teil noch heute für Kaufhäuser Gültigkeit haben. Die Kundinnen erliegen der Magie des ‚modernen Marketing’ voller Kauflust.“
Absatzwirtschaft

„Was Zolas Roman aus heutiger Sicht aber erst so außergewöhnlich und seine Neuausgabe zu einer echten Entdeckung macht, ist die schwelgerische Beschreibung der edlen Produkte einerseits und andererseits die kritische Durchleuchtung des menschenverachtenden Systems, das sich hinter Tüll und Musselin verbirgt.“
Frauenlesemagazin

„Eine echte Entdeckung.
Vogue

„Wie der Bauch von Paris lebt das Paradies der Damen von den schwelgerischen Warenbeschreibungen, eine Reklameausstellung in Weiß wird zur Sinfonie der weißen Stoffe und Seidenarten, der Tülls und Musselins.“
Literatur Report

„Die moderne Erkenntnis, dass Konsum nicht nur eine passive, erzwungene Reaktion ist, sondern auch eine kulturelle Aktivität sein kann, ermöglicht es uns, Zolas Roman in einer anderen Perspektive zu lesen: als Chance der bürgerlichen Frauen des 19. Jahrhunderts, im Konsum, und sei es nur für Momente, eine Autonomie des Schauens, Begehrens, Sich-Selbst-Entwerfens zu entdecken, das sie aus der Abhängigkeit von den Blicken und vom Begehren des Anderen zu befreien vermag.“
Portal

„fesselnder Klassiker.“
InStyle

„Überforderte Verkäuferinnen in einem großen Warenhaus, reiche Kundschaft mit Capricen – die Szenerie kommt einem bekannt vor. Doch sie stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das Paradies der Damen hat bis heute nichts von seinem Zauber verloren.“
Madame

„Der Roman ist eine genaue und packend verfasste soziologische Studie, für die Zola lange und hingebungsvoll recherchiert hat. Wer heute durch riesige Warenhäuser wie Harrods in London, das Lafayette in Paris oder das KaDeWe in Berlin geht, sieht nach der Lektüre dieses Romans mit großem Erstaunen, wie aktuell er ist.“
Lesart

„Die ungemein genau recherchierte Arbeitswelt eines Kaufhauses mutet ungemein modern an und ist heute noch lesenswert. Die farbige Sprache unterstreicht noch die Zeitlosigkeit eines Klassikers.“
Buchprofile

„Schwelgerischer Lesegenuss.“
Lausitzer Rundschau

„Zola gelingt es, die alles durchdringende Erotik des Begehrens und der Verführung durch das Kaufen darzustellen.“
MoX

Das Paradies der Damen, wie Oktave Mouret, der unumschränkte Herrgott dieser weltlichen Filiale überirdischer Glückseligkeit, sein Etablissement nennt, ist in der Tat die neuzeitliche Ablösung der Kathedralen, Konsumtempel und Freudenhaus im Wortsinn, ist das Paradies der Damen jener Ort, an dem die Warenwelt schlechthin, an dem die Damen ohne Ende ihrer Lust auf Schönheit, Eleganz und Luxus frönen dürfen, seliges Selbstvergessen in der grenzenlosen Fülle seiner Schätze findend.“
SWR Buchtipp

„Das Schicksal der Protagonistin fügt sich zu einer Sozialreportage des aufstrebenden Kapitalismus zusammen. Harte Arbeit, Angst um den Arbeitsplatz, um die Familie, zunehmende Armut: erschreckend aktuell.“
UZ

„Der Roman schildert das weibliche Konsumverhalten und die Verführungsstrategien, die dieses Verhalten auslösen und steuern, um es besser ausbeuten zu können.“
lespress